Die richtige Länge des Kurzgurtes

Oft entstehen durch unpassende Gurte schlimme offene Wunden, Ödeme oder auch Hämatome.
Das schlimmste daran ist, es wäre in vielen Fällen so einfach dem Pferd/Pony das Leid zu ersparen. Die Lösung ist meist simpel - ein längerer Gurt!

Seitdem ich mich intensiv mit Gurten beschäftige und darauf achtend durch Stallgassen gehe, fällt mir auf, wie viele Reiter eigentlich einen viel zu kurzen Gurt benutzen.

Betrachtet man die Anatomie eines Pferdes doch mal genau im gesattelten Zustand.
Auf dem Bild hier deutlich zu erkennen ist, dass die Schnallen schön oberhalb des Ellenbogens und des sehr beweglichen Bereichs der Oberarmmuskulatur liegen.
Während des Gehens schwingt das Bein vor und zurück - liegen nun Schnallen oder ein zu dicker Gurt im Bewegungsraum des Ellenbogens kommt es zu Reibung. Diese Reibung verursacht Scheuerstellen und meist auch eine eingeschränkte Bewegung des Vorderbeins.

Seid ihr euch unsicher bei euerem Gurt? Dann lasst euch euer Pferd doch mal Vorführen und schaut ob der Ellenbogen an den Gurt bzw. die Schnallen stößt! Gesattelt an der Longe kann man den Spielraum, der benötigt wird, auch sehr gut in allen Gangarten betrachten.